Die ersten Raupen nehmen ihre Verpuppungsplätze ein und spinnen sich einen seidenen Gürtel. Die meisten sitzen horizontal unter der oberen Holzleiste des Zuchtkastens oder mit dem Kopf nach oben an der Gaze. Die Raupen sitzen dabei auf einem selbstgesponnenen feinen seidenen Teppich. Einige wenige Raupen haben ihren Platz auch an Stengeln oder Blättern der Pflanze eingenommen. Die von mir reingestellten Brettchen und Äste werden als Verpuppungsplätze nicht angenommen und gänzlich ignoriert.
Die erste Raupe des Kleinen Kohlweißlings hat sich bereits verpuppt.
Es ist soweit, die ersten Raupen verpuppen sich. Es sind gerade einmal 18 Tage vergangen, seitdem der Falter seine Eier in unserem Vorgarten abgelegt hat.
Vor der Verpuppung schrumpfen die Raupen zusammen und ändern ihre Farbe: Sie erhalten ein milchiges Äußeres.
Die Verpuppung dauert zwischen 10 und 15 Minuten. Die Raupenhaut reißt am Kopf auf und wird durch feine aber auch gröbere Bewegungen des Körpers zum anderen Ende hin abgestreift. Dabei ändert sich nicht nur die Gestalt, sondern auch die Form der Raupe/Puppe: Oben ist sie nun breit und unten läuft sie spitz zu.
Eine der Raupen kann dabei beobachtet werden, wie sie statt eines Köttels ein kleines rötliches "Päckchen" abscheidet. Bald würden alle Raupen verpuppt sein.
Es haben sich nun fast alle Raupen verpuppt. Drei Raupen sind zur Verpuppung angesponnen, vier weitere fressen aber unbeirrt weiter. Handelt es sich bei den Vieren um die vier vermutlich zufällig eingetragenen "Nachzügler"?
| Stadium | Großer Kohlweißling | Kleiner Kohlweißling |
|---|---|---|
| Ei | 0 | 0 |
| Raupe | 7 | 0 |
| Puppe | 66 | 1 |
| Falter | 0 | 0 |
Jetzt sind alle Raupen verpuppt, nur die vier fast auch schon ausgewachsenen Raupen fressen immer noch weiter.
| Stadium | Großer Kohlweißling | Kleiner Kohlweißling |
|---|---|---|
| Ei | 0 | 0 |
| Raupe | 4 | 0 |
| Puppe | 69 | 1 |
| Falter | 0 | 0 |
Nun ist klar, was mit den Vieren los ist: Parasiten haben sie befallen! Die Parasiten verlassen den Körper der Raupen um sich in kleinen gelben Kokons zu verpuppen.
Wahrscheinlich waren die Raupen schon parasitiert mit den ausgegrabenen Pflanzen eingetragen worden. Vielleicht sind sie aber auch im Raupenzuchtkasten erst befallen worden - es wurden immer mal wieder kleinere Fliegen o.ä. im Zuchtkasten beobachtet, die wahrscheinlich beim Austausch der Pflanzen mit in den Kasten gelangten, oder gar den Weg durch die engen Maschen der Gaze gefunden hatten.
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